Union Volkstanzgruppe Pöttsching

Die Pöttschinger Tracht

Im Jahre 1928 wurde in Pöttsching ein großes Tanz-, und Musikfest gefeiert. Bei dieser Veranstaltung ist Peter Zauner mit seiner Kapelle das erste Mal in burgenländischer Tracht aufgetreten. Burgenländische Lieder wurden gesungen und burgenländische Volkstänze aufgeführt.

Dies war der Beginn des Volkstanzes und der Tracht in Pöttsching wie heute noch erhalten/üblich.

Es gibt Fotos von einer Volkstanzgruppe bis 1937.  Während des Krieges ist von Volkstanzaktivitäten nichts bekannt.

Fotos gibt es dann wieder um das Jahr 1957 doch dann drohte der Volkstanz in Vergessenheit zu geraten.

Im Herbst 1979 kam die Idee auf den nächsten Bauernball mit einigen Volkstänzen zu eröffnen und so tanzten im Jänner 1980 bereits 9 Volkstanzpaare die Eröffnung am Bauernball woran sich über 20 Jahre nichts geändert hat.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Mädchen noch mit verschiedenen Dirndln bekleidet und die Burschen trugen schwarze Hosen, schwarze Schuhe, ein weißes Hemd und ein rotes Halstuch.

Nach einiger Zeit wurde dann das Thema „Tracht“ aktuell. Es sollte aber nicht irgendeine sondern eine Pöttschinger Tracht sein. Diese wurde von Martina Löffler (Knotzer) und Dr. Clara Prickler vom Heimatwerk anhand von alten Fotos nachgebildet, 1984 von den Tänzerinnen selbst genäht und bestickt und erstmals beim Musikantenfest anlässlich „15 Jahre Musikverein Pöttsching“ vorgeführt. Wie auch bei anderen burgenländischen Mädchen- oder Frauentrachten üblich gibt es keine Kopfbedeckung. Auch auf den alten Bildern sieht man nur manchmal ein Kopftuch und das meistens nur beim Arbeiten oder wenn es kalt ist. Die Mädchen tragen ein schwarzes vorne geschnürtes Mieder, einen weißen Rock mit Streublumen und drei blauen Bändern am Saum. Ältere  Frauen tragen oftmals aber nicht ausschließlich oder zwingend einen schwarzen Rock mit Streublumen.  Weiters eine blitzblaue Schürze mit Streifenmuster und eine weiße Bluse. Für kühlere Tage ist eine kurze schwarze Trachtenjacke (Spenserl) oder das urburgenländische Umhängetuch in einer zur Tracht passenden Farbe üblich.

Die Burschentracht wurde 1985 der Tracht Peter Zauner`s nachgemacht und ist typisch für das Burgenland.

Eine  Weste mit rotem Zackenrand und Silberknöpfen- von unten beginnend 4 Reihen Doppelknöpfe, Stiefelhosen und Stiefel in schwarz, weißes weitärmeliges Pfoad, und blaues Firta.

Die Weste wird entweder offen getragen oder es sollten die unteren sechs Knopfreihen geschlossen werden. Das Firta hängt nicht wie auf den alten Fotos hinunter sondern ein Zipf wird an der Hüfte eingestrickt. Rechte Seite bei ledigen und linke Seite bei verheirateten Männern. Im Sommer gibt es einen schwarzen Hut oder was meistens der Fall ist gar keine Kopfbedeckung. Im Winter die Astrachankappe die fälschlicherweise auch oft im Sommer zur  Anwendung gekommen ist und ein schwarzer Janker.

Die Originalweste von Peter Zauner hängt noch heute in der „Peter Zauner Stube“ im Pöttschinger Heimatmuseum.